Gerhard A. Meinl erneut Vorsitzender des Dachverbandes
31.01.2011
Gerhard A. Meinl wird erneut Vorsitzender des Dachverbandes der Musikwirtschaft
Der Geschäftsführer des Metallblasinstrumentenherstellers B&S GmbH in Markneukirchen/Vogtland, und bis heute 1. Vorsitzender des Bundesverband der deutschen Musikinstrumentenhersteller (BDMH), war einer der Mitbegründer des Dachverband der Deutschen Musikwirtschaft (DVMV). Er war seinerzeit vor allem initiativ zusammen mit Werner Sonderwald vom Importeursverband VVMD, der in der SOMM aufging, und Nikolaus Schimmel vom Bundesverband Klavier (BVK). Sofort waren die Mitglieder des Deutschen Musikverleger Verband (DMV) und Gesamtverband Deutscher Musikhändler (GDM), sowie zunächst auch noch der Verband der Veranstaltungstechniker, mit von der Partie, um die Interessen zu bündeln, in Deutschland mehr Menschen an das aktive Musizieren heranzuführen, Brancheninteressen gegenüber der Politik und allen sonstigen Marktteilnehmern zu vertreten.
Nachdem Meinl auch Rechtsanwalt ist, stammte die Satzung aus seiner Feder. Er wurde Gründungsvorsitzender zusammen mit Sonderwald. In seine, später sogar verlängerte Amtszeit, fiel vor allem die Verbreitung der sogenannten „Bastianstudie“, einer Langzeitstudie, die die Entwicklung von Kindern an Grundschulen mit verstärktem Musikunterricht im Vergleich zu Kindern an Schulen mit regulärem Musikunterricht untersucht. Ferner zu nennen ist der Beginn der Tradition, parlamentarische Abende in Berlin zu veranstalten – natürlich war der erste in der Bayerischen Landesvertretung, nachdem Meinl aus Bayern stammt und dort auch politisch aktiv ist.
Inzwischen, in der erfolgreichen Zeit unter dem Vorsitz von Arthur Knopp vom GDM, stießen zum Dachverband der Bund Deutscher Klavierbauer (BDK), sowie der Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk, so dass sich nun knapp 2000 Unternehmen in dieser Organisation finden und insofern auch in Deutschland einen bemerkenswerten Arbeitgeber für viele darstellen – natürlich bestehend aus Selbstständigen und deren nachhaltigen Eintreten für Ausbildung und Marktdurchdringung. Ziel des Dachverband war es immer die Individualität der einzelnen Gruppen nicht aufzugeben, sondern dort wo nötig zusammenfassen – im Sinne des berühmten Zitats:
„in dubiis libertas, in necessariis unitas!“.
Laut Meinl macht dies auch die Kraft und den Charme des Dachverbandes aus und so übernahm er kürzlich wieder den 1. Vorsitz. Er kündigt sogleich an im März den nächsten parlamentarischen Abend durchzuführen und zwar diesmal gemeinsam mit Abgeordneten und den ausländischen Botschaftern in Berlin. Beiden Gruppen gegenüber will man die hohe Qualität deutscher Musikinstrumente dartun, die Exportstärke verdeutlichen und wo Importbeschränkungen ein Ungleichgewicht im internationalen Handel darstellen, auf diese explizit hinweisen. Ein Bundeskabinettsmitglied hat bereits heute sein Kommen zugesagt, denn die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner stammt aus dem Wahlkreis von Meinl.
Weiteres Gewicht erhält der DVMV sicherlich ebenso dadurch, dass Meinl derzeit auch der neue Vorsitzende des Bundesfachausschuss Musikwirtschaft im Deutschen Musikrat ist.





